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Autotransport Deutschland–Italien: was zwischen Brenner und Fréjus entscheidet

Autotransport Deutschland–Italien: was zwischen Brenner und Fréjus entscheidet

· 7 Min Lesezeit · Aktualisiert am

Zwischen Deutschland und Italien entscheidet nicht die Kilometerzahl, sondern der Alpenübergang. Drei Übergänge stehen auf der Karte; zwei prägen unsere Transportpläne, der Brenner und der Fréjus-Tunnel, und die Küstenroute über Ventimiglia kommt bei einem südlichen Start infrage. Die Schweiz steht in der Regel auf keiner unserer Routen. Diese Wahl bestimmt die anfallenden Mautgebühren, die geltenden Fahrverbote und vor allem den Liefertermin. Dieser Beitrag zeigt, wie die Disposition entscheidet, was eine Tour auf dieser Achse verschiebt und wofür Spedition HTL aus Düsseldorf auf diesem Korridor einsteht.

Drei Übergänge auf der Karte, zwei in unseren Plänen

Drei Alpenübergänge stehen auf der Karte. Zwei prägen unsere Transportpläne: der Brenner über Österreich, der den italienischen Nordosten und die Po-Ebene öffnet, und der Fréjus-Tunnel über Frankreich und Savoyen, der sich für den Westen der Po-Ebene eignet. Der dritte, die Küstenroute über Ventimiglia, kommt infrage, wenn eine Tour ohnehin in Südfrankreich beginnt oder dort nachlädt; sonst verlängert sie den Weg ohne Gegenwert.

Die Schweiz steht in der Regel auf keiner unserer Routen. Das ist eine Standard-Routing-Regel: Sie weicht nur, wenn der Umweg teurer wird als die LSVA — die Schweizer Schwerverkehrsabgabe, für die der Lkw vor jedem Transit registriert sein muss: Ein nicht registrierter Lkw wird an der Grenze gestoppt. Eine feste Regel, die Disposition und Fahrer kennen, ist mehr wert als eine Entscheidung, die bei jeder Tour neu fällt und irgendwann an der Grenze zur Überraschung wird.

Was die Schweiz in der Regel meidet, ist der Lkw, nicht der Kunde. Ein Auftraggeber mit Sitz in der Schweiz wird bedient wie jeder andere, auf den üblichen Korridoren: dieselbe Disposition, derselbe CMR-Frachtbrief, derselbe Sendungsverfolgungslink. Die Regel betrifft die Route, nicht die Geschäftsbeziehung — beides wird in Anfragen regelmäßig verwechselt.

Was zwischen Brenner und Fréjus entscheidet

Zuerst entscheidet der Lieferort. Eine Zustellung in der Lombardei oder im Veneto — Mailand, Verona — läuft über den Brenner, und Bologna folgt derselben Logik. Eine Zustellung im Piemont oder in Ligurien — Turin, Genua — läuft über den Fréjus. Der Kilometerunterschied zwischen beiden Routen gibt allein selten den Ausschlag; auf welcher Seite der Alpen die Ablieferung liegt, sehr wohl.

Danach justiert der Beladeort. Eine Ladung, die in Bayern oder in Baden-Württemberg zusammenkommt, spricht für den Brenner, auch bei westlichem Zielort: Der Lkw steht bereits auf der passenden Linie. Umgekehrt macht eine Beladung in Nordrhein-Westfalen oder weiter westlich den Fréjus wieder konkurrenzfähig, erst recht, wenn unterwegs weitere Fahrzeuge dazukommen.

Zuletzt das Wetter, das die Wahl kippen kann. Schnee auf der Zulaufstrecke, eine gesperrte Passstraße, eine saisonale Sperrung oder Bauarbeiten im Tunnel genügen, um eine Tour auf den anderen Übergang zu legen. Solche Ereignisse lassen sich nicht drei Wochen im Voraus planen: Die Disposition entscheidet kurz vor dem Abfahrtstag, mit dem Lagebild des Tages. Die Route lässt sich deshalb nicht bestellen — im Angebot bestätigt werden ein Ladefenster und eine indikative Laufzeit, kein Übergang.

Was eine Tour auf dieser Achse verschiebt

Österreich reguliert den Schwerverkehr auf der Brenner-Achse spürbar. An bestimmten Tagen gelten Fahrverbote, und die tiroler Blockabfertigung — die stundenweise Begrenzung der auf die Zulaufstrecke gelassenen Lkw — wird von den Behörden im Voraus angekündigt, zu veröffentlichten Terminen. Das ist kein Instrument, das der Stau des Tages auslöst, sondern ein Kalender; er wird vor jeder Abfahrt geprüft, statt auswendig gelernt zu werden.

Im Winter kommen Passsperrungen, Schnee, Kettenpflicht auf einzelnen Abschnitten und Wartezeiten vor den Tunnelportalen hinzu. Ein aufgehaltener Fahrer fährt nicht sofort weiter — er fährt mit seinen Lenk- und Ruhezeiten weiter. Eine am Nachmittag verlorene Stunde wird so zu einem verschobenen Liefertag. Ein bis zwei Tage Verschiebung sind auf dieser Achse ein normales Ergebnis solcher Ereignisse, kein Ausreißer.

Daraus folgt unsere Laufzeit-Regel, und wir nennen sie, wie sie ist: 3 bis 4 Tage zwischen Auftragsbestätigung und Abholung, dann 2 bis 3 Werktage reine Fahrzeit nach Italien — gegenüber 1 bis 2 auf den nördlichen Korridoren. Beides ist indikativ, wird im Angebot bestätigt und nie garantiert; auf einem Alpenkorridor wäre jede Garantie unseriös. Zwei Tage Spielraum beim Ladefenster ändern viel: Sie lassen sich auf einen bereits laufenden Rundlauf setzen und fangen eine Sperrung ab, ohne dass die Tour neu gebaut werden muss.

Wofür HTL auf diesem Korridor einsteht

Spedition HTL, 2014 gegründet und in Düsseldorf ansässig, besitzt fünf eigene Autotransporter. Das Tagesgeschäft bewegt deutlich mehr: je nach Nachfrage rund hundert Lkw zusammen mit zertifizierten Partnern. Nicht alle Ihre Fahrzeuge fahren also auf HTL-Material, und das sagen wir auch so. Unverändert bleibt die Vertragsstellung: HTL nimmt den Auftrag an und bleibt Frachtführer im Vertrag, mit CMR-Haftung für jede einzelne Sendung, auch wenn ein Partner fährt. Ein Makler stellt zwei Parteien einander vor, gibt den Transport an einen Dritten weiter und ist aus dem Vertrag draußen.

Praktisch heißt das: ein Ansprechpartner in der Disposition vom Angebot bis zur Ablieferung; ein CMR-Frachtbrief mit Zustandsprotokoll, ausgestellt bei der Übernahme und unterschrieben bei der Ablieferung; und Mautgebühren, die im Angebot stecken. Die deutsche Maut liegt je nach Emissionsklasse und Achszahl zwischen 0,187 und 0,473 €/km; sie ist ebenso enthalten wie der Österreich-Transit, die Fréjus-Tunnelmaut und die italienischen Mautautobahnen — nachberechnet wird nie. Rechtlicher Rahmen: Gemeinschaftslizenz D-05-026-G-125, erteilt von der Bezirksregierung Düsseldorf.

Zur Sendungsverfolgung gehört ein Link je Transport, ohne Konto und ohne Passwort, und wir nennen seine Grenzen offen: Vor der Beladung zeigt er nichts an — solange die Fahrzeuge nicht an Bord sind, gibt es nichts Belastbares zu zeigen —, danach eine Zone von rund 10 Kilometern und nie einen exakten Punkt. Für einen Alpentransit ist das die brauchbare Auskunft: Sie sagt, ob der Autotransporter noch nördlich der Alpen steht oder schon in der Po-Ebene ist. Alles Weitere klärt ein Anruf bei der Disposition schneller als jede Karte.

Häufige Fragen

In der Regel nein: Der Alpentransit läuft über den Brenner oder den Fréjus-Tunnel, bei einem südlichen Start über die Küstenroute bei Ventimiglia. Diese Routing-Regel nimmt die LSVA aus der Planung, die Schweizer Schwerverkehrsabgabe, für die der Lkw vor jedem Transit registriert sein muss; wir durchqueren die Schweiz, wenn der Umweg teurer wird, und das Angebot weist es aus. Die Schweiz meidet in der Regel der Lkw, nicht der Kunde: Ein Auftraggeber mit Sitz in der Schweiz wird auf den üblichen Korridoren bedient wie jeder andere.

Rechnen Sie mit 3 bis 4 Tagen zwischen Auftragsbestätigung und Abholung, dann 2 bis 3 Werktagen reiner Fahrzeit nach Italien. Die Angaben sind indikativ und werden im Angebot bestätigt, nie garantiert: Ein österreichisches Fahrverbot oder eine Passsperrung verschiebt eine Tour auf dieser Achse regelmäßig um ein bis zwei Tage. Zwei Tage Spielraum beim Ladefenster fangen den Ausfall meist auf.

Nein. Sie sind im Angebot enthalten, ebenso wie die deutsche Maut — je nach Emissionsklasse und Achszahl 0,187 bis 0,473 €/km — und der Kraftstoff. Ob die Tour über den Brenner oder den Fréjus-Tunnel läuft: Österreich-Transit oder Tunnelmaut und anschließend die italienischen Mautautobahnen stecken im genannten Preis. Bei der Ablieferung kommt nichts obendrauf.

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